AG Graphentechnologien

1. AG-Name

AG Graphentechnologien

2. AG-Arbeitsschwerpunkte

Die Modellierung von Daten in einer graphbasierten Struktur ermöglicht es, Informationen in einer flexiblen Art und Weise in Bezug miteinander zu setzen. Modelliert werden nicht in Dokumenten zusammengesetzte Informationseinheiten (wie etwa Tabellen bei relationalen Datenbanken) sondern distinkte Entitäten, die durch Relationen miteinander verknüpft ein semantisches Netz bilden.

Graphdatenbanken zeigen beim Umgang mit Metadaten eine hohe Performanz und liefern qualitativ hochwertige Suchergebnisse. Die Visualisierung der Daten als Graph, oder auch semantisches Netz, bieten dem Betrachter eine intuitiv-zugängliche Darstellungsform und kann damit auch Ausgangspunkt für weitere Analyseansätze sein.
 

Im Kontext des Semantic Web spielen Graphdatenbanken und Triplestores eine zentrale Rolle: Die in ihnen gespeicherten Ressourcen sind durch semantische Relationen für Maschinen lesbar miteinander verknüpft und durch die Nutzung von URIs (Uniform Resource Identifier) eindeutig identifizier- und referenzierbar.

Graphbasierte Daten lassen sich in unterschiedlichen Formaten repräsentieren, gängige Formate sind RDF (Resource Description Framework), eine Repräsentation von Informationen in Form von Tripeln (Subjekt – Prädikat – Objekt) und JSON-LD.

Durch die semantische Verknüpfung der Informationen miteinander und das sich daraus ergebende Potenzial der komplexen Abfragemöglichkeiten bieten Graphentechnologien sehr interessante Perspektiven für neue methodische Fragestellungen in den digitalen Geisteswissenschaften. Für die Langzeitarchivierung lassen sich Graphdaten in andere Formate konvertieren (wie z.B. XML), für die bereits Workflows für die Langzeitarchivierung etabliert sind.

Ziel der Arbeitsgruppe Graphentechnologien ist die Förderung des Informationsaustausches und der Diskussion zur Erstellung digitaler Methoden und Standards zur graphbasierten Wissensmodellierung, der Entwicklung von spezifischen Userinterfaces und entsprechenden Abfragemethodiken.
Im Fokus stehen folgende Fragestellungen:

3. AG-Ziele

  • Modellierungsbeispiele und Standards für die Digitalen Geisteswissenschaften
  • Wandel der wissenschaftlichen Methodik vor dem Hintergrund der zunehmenden Digitalisierung
  • Best practice Beispiele
  • Welchen Mehrwert bieten Graphentechnologien: mehrdimensionale, überlappende Hierarchien, semantische Erschließung, ...
  • Versionierungsfragen und Zitierfähigkeit
  • Kollaborative Textproduktion, Annotation und Kommentar
  • Langzeitarchivierungsstrategien für graphbasierte Daten

4. AG-URL (extern)

www.graphentechnolgien.de und https://graphentechnologien.hypotheses.org/

5. AG-Publikationen/Working Papers

Derzeit in Arbeit

6. AG-Kontakt/Convenor

Convenor

Dr. Andreas Kuczera
Regesta Imperii
Justus-Liebig Universität Gießen
Historisches Institut, Mittelalter
Otto-Behaghel-Str. 10, D-35394 Gießen, Haus C Raum 244a
E-Mail: andreas.kuczera@adwmainz.de
Tel.: 0641-9928145
Fax.: 0641-9919824

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