AG Graphentechnologien

Graphdatentechnolgien bieten neue Wege bei Modellierung und Speicherung von erschließendem Wissen. Die Informationen werden hierbei nicht in Tabellen, sondern in sogenannten Graphen abgelegt. Ein Graph besteht aus Knoten (engl. nodes) und Kanten (engl. edges). Nodes repräsentieren Personen, Sachen, Ereignisse etc. und Edges repräsentieren die zwischen ihnen bestehenden Verknüpfungen und Beziehungen.

Historiker Graph
Abbildung 1: Beispielgraph

Die Datenmodellierung mit Graphdatenbanken ist intuitiv und lässt sich leicht erlernen. Graphdatenbanken lassen sich sehr fexibel abfragen und die Ergebnisse sind leicht zu visualisieren. Informationen aus Graphdatenbanken können auch im Kontext des Semantic Web eine Rolle spielen, da sich solcherart modellierte Daten relativ leicht in RDF überführen lassen.
Graphentechnologien bieten sehr interessante Perspektiven für neue methodische Fragestellungen in den digitalen Geisteswissenschaften. Allerdings fehlt es noch an Standards für die Modellierung und Erschließung. Für die Langzeitarchivierung lassen sich Graphdaten in andere Formate konvertieren (wie z.B. XML), für die es bereits Workflows für die Langzeitarchivierung gibt.
Ziel der Arbeitsgruppe Graphentechnologien ist die Förderung des Informationsaustausches und der Diskussion zur Erstellung digitaler Methoden und Standards zur graphbasierten Wissensmodellierung, der Entwicklung von spezifischen Userinterfaces und entsprechenden Abfragemethodiken.
Im Fokus stehen folgende Fragestellungen:

  • Modellierungsbeispiele und Standards für die Digitalen Geisteswissenschaften
  • Wandel der wissenschaftlichen Methodik vor dem Hintergrund der zunehmenden Digitalisierung
  • Best practice Beispiele
  • Welchen Mehrwert bieten Graphentechnologien: mehrdimensionale, überlappende Hierarchien, semantische Erschließung, ...
  • Versionierungsfragen und Zitierfähigkeit
  • Kollaborative Textproduktion, Annotation und Kommentar
  • Langzeitarchivierungsstrategien für graphbasierte Daten

 

Hardoin Graphdatenbank

Abbildung 2: Abfrage der Datenbank Nomen et Gens: In welchen Urkunden ist Hardoin als Zeuge genannt und mit welchen weiteren Personen tritt er dort gemeinsam auf (die Frage nach Zeugengruppen im Frühmittelalter)

Weitere Informationen unter

http://www.graphentechnologien.de/

Kontakt/Convenor

Andreas Kuczera
Regesta Imperii
Justus-Liebig Universität Gießen
Historisches Institut, Mittelalter
Otto-Behaghel-Str. 10, D-35394 Gießen
Email: andreas.kuczera@adwmainz.de
Tel.: 0641-9928145
Fax.: 0641-9919824
www.regesta-imperii.de

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