Call for Papers 2018

Die 5. Tagung „Digital Humanities im deutschsprachigen Raum“ wird vom 26. Februar bis 2. März 2018 an der Universität zu Köln mit dem Thema „Kritik der Digitalen Vernunft“ stattfinden. Wir bitten um die Einreichungen von Abstracts in den Kategorien ‚Vortrag‘, ‚Poster‘, ‚Panel‘ und ‚Workshop’ via Conftool. Die Einreichungsfrist endet am 18.09.2017.

  • Einreichungsfrist: 18.09.2017
  • Thema: “Kritik der Digitalen Vernunft”
  • Kategorien: Vortrag, Poster, Panel, Workshop
  • Anmeldung: Conftool (Links siehe Text)

I. Allgemeine Informationen und Inhalte

Die Digital Humanities werden häufig als digital transformierte Bearbeitung von Fragestellungen aus den verschiedenen beteiligten Fächern beschrieben. Daneben entsteht der Eindruck, dass die DH in weiten Teilen eine daten-, algorithmen- und werkzeuggetriebene Wissenschaft sei, die von ihren unmittelbaren Möglichkeiten und ihren Praktiken dominiert sei. Wie lässt sich dies aber mit dem kritischen Anspruch der Geisteswissenschaften vereinbaren? Gibt es im Umgang mit digitalen Medien, in der Modellierung, Operationalisierung und Formalisierung der Arbeit mit Computern implizite, stillschweigend akzeptierte Agenden, die einer Reflexion durch einen „Intellectual Criticism“ bedürfen? Die Tagung soll den Fokus auf die kritische Dimension digitaler Forschung richten und damit Denkanstöße zu Theoriebildung und Epistemologie der digitalen Forschung geben. In diesem Rahmen sollen auch gesellschaftliche, soziale und politische Dimensionen der in allen Bereichen wirksamen Digitalisierungsprozesse unter so heterogenen Begriffen wie Interaktionsformen, Partizipation, Bildung, Digital Literacy sowie Auswirkungen und Rückwirkungen der Digitalität auf Wissenschaft und Gesellschaft diskutiert werden.

Im Rahmen der Tagung sollen daher unter anderem folgende Fragen verfolgt werden:

  • Kritik der Digitalisierung – Formate, Standards und Praktiken
  • Kritik digitaler Angebote, Projekte und Werkzeuge
  • Kritik der digitalen Methoden
  • Kritik der digitalen Geisteswissenschaften (traditionelle Fächer und DH)
  • Kritik der digitalen Wissenschaftstheorie
  • Kritik der digitalen Gesellschaft

II. Formales

Es können eingereicht werden:

  • Poster (Abstract von mindestens 500, maximal 750 Wörtern).
  • Vorträge (Abstract von mindestens 1200, maximal 1500 Wörtern).
  • Panels (minimal drei, maximal sechs Teilnehmerinnen und Teilnehmer, ein Abstract von mindestens 1200, maximal 1500 Wörtern).
  • Vor der Konferenz stattfindende Workshops (Vorschlag von mindestens 1200, maximal 1500 Wörtern).

Für die Einreichung der Abstracts müssen Sie sich hier registrieren und eine mit dem DHConValidator-Webservice (Link wird noch bekannt gegeben) erstellte dhc-Datei zur Begutachtung einreichen.

Rückfragen richten Sie bitte per Email an die folgende Adresse: info-dhd2018@uni-koeln.de.
Die Frist für die Einreichung von Beiträgen läuft am 18.09.2017 ab. Eine Benachrichtigung darüber, ob der Beitrag angenommen wurde, wird bis spätestens 30.11.2017 versandt.

Die primäre Sprache der Veranstaltung ist Deutsch. Abstracts werden bevorzugt auf Deutsch eingereicht. Wird das Abstract in einer anderen Sprache eingereicht, so kann eine Übersetzung ins Deutsche beigefügt werden. In diesem Fall entscheiden die Einreichenden über die zu begutachtende Fassung.

In der Regel wird erwartet, dass von einem Verfasser/einer Verfasserin/einer Projektgruppe nur ein Poster oder Vortrag eingereicht wird. Eine Beteiligung von Beitragenden darüber hinaus an maximal einem Panel oder Workshop ist jedoch möglich.

1) Posterpräsentationen

Poster (Abstracts: mindestens 500, maximal 750 Wörter) können zu jedem Thema des Call for Papers eingereicht werden. Sie können auch den Stand einzelner Projekte anschaulich beschreiben oder Software demonstrieren.

2) Vorträge

Vorträge (Abstracts: mindestens 1200, maximal 1500 Wörter) stellen unveröffentlichte Ergebnisse dar, und/oder berichten über die Entwicklung von signifikanten neuen Methoden oder digitalen Ressourcen und/oder stellen ein methodisches bzw. theoretisches Konzept vor. Für die einzelnen Vorträge sind 20 Minuten Präsentationszeit und zehn Minuten für Fragen vorgesehen. Es wird erwartet, dass im Abstract zumindest signifikante Zwischenergebnisse vorgelegt werden. Vortragsvorschläge sollten den Forschungsbeitrag in geeigneter Weise auf dem Hintergrund des Forschungsstands kontextualisieren und seine Bedeutung für die (digitalen) Geisteswissenschaften oder einen jeweiligen Teilbereich deutlich machen. Ein Literaturverzeichnis ist beizufügen. Für die Ankündigung von Vorhaben, zu denen noch keine Zwischenergebnisse vorliegen, ist das Posterformat vorgesehen.

3) Panels

Panels bieten drei bis sechs Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit ein Thema auf der Basis einleitender Kurzvorträge zu diskutieren. In der Regel wird erwartet, dass von der 90-minütigen Sitzung je ein Drittel auf die vorbereiteten Statements, die Diskussion innerhalb des Panels und die Diskussion des Panels mit dem Publikum entfällt. Die Panel-Organisatorinnen und Organisatoren reichen eine kurze Beschreibung des Themas im Umfang von mindestens 1200, maximal 1500 Wörtern ein und bestätigen die Bereitschaft der aufgeführten Personen, am Panel teilzunehmen. Für die Annahme eines Panelvorschlags ist die stringente Darlegung des thematischen bzw. methodischen Zusammenhangs der Einzelbeiträge von entscheidender Bedeutung.

4) Vor der Konferenz stattfindende Workshops

Die Vorschläge sollten die folgenden Informationen enthalten:
Titel und eine kurze Beschreibung des Themas (mindestens 1200, maximal 1500 Wörter). Die vollständigen Kontaktdaten aller Beitragenden sowie einen Absatz zu deren Forschungsinteressen.
Die Zahl der möglichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
Angaben zu einer etwa benötigten technischen Ausstattung. Den Workshop spezifischen Call for Papers, falls ein solcher veröffentlicht wird. Workshops dauern einen halben Tag. Von den Workshopleiterinnen und -leitern wird erwartet, dass sie sich für die Konferenz anmelden.

III. Bewertung der Beiträge

Ein gutes Proposal beschreibt das gestellte Forschungsproblem, bezieht sich auf den aktuellen Forschungsstand, beschreibt die angewendete Methode und benennt das Ergebnis der Forschungen.

In der Begutachtung werden die folgenden Bewertungskriterien angelegt:

  • Allgemeine Empfehlung zur Annahme (4-fach gewertet)
  • Es handelt sich um einen innovativen Beitrag zum Gegenstandsbereich der DH (3-fach gewertet)
  • Der Stand der Forschung ist hinreichend dargestellt (u.a. Bibliographie) (2-fach gewertet)
  • Die Forschungsmethodik ist verständlich beschrieben (2-fach gewertet)
  • Das Abstract ist verständlich formuliert (1-fach gewertet)

Bewertungsskala (Punkte):

  • 5 – trifft völlig zu
  • 4 – trifft weitgehend zu
  • 3 – trifft eher zu
  • 2 – trifft eher nicht zu
  • 1 – trifft weitgehend nicht zu
  • 0 – trifft gar nicht zu

Es können demnach maximal 60 Punkte erreicht werden.

Programmkomitee DHd2018

Vorsitzender: Georg Vogeler (Universität Graz)
Zweite Vorsitzende: Mareike König (Deutsches Historisches Institut, Paris)

Andreas Münzmay (Universität Paderborn)
Claudine Moulin (Universität Trier)
Christof Schöch (Universität Würzburg)
Anne Baillot (Centre Marc Bloch, Berlin)
Peter Gietz (DAASI international, Tübingen)
Walter Scholger (Universität Graz)
Lisa Dieckmann (Universität zu Köln)
Andreas Henrich (Universität Bamberg)
Petra Gehring (Technische Universität Darmstadt)
Lars Wieneke (Universität Luxemburg)

Nicht stimmberechtigter Vertreter der lokalen Organisation: Andreas Witt (Universität zu Köln)

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