Initiativen in den geisteswissenschaftlichen Fachcommunities

In den letzten Jahren sind im deutschsprachigen Raum eine Reihe von Initiativen entstanden, welche unabhängig vom DHd-Verband agieren. Vielmehr sind sie häufig durch eine formale Affiliation mit einem geisteswissenschaftlichen Fachverband verbunden und vertreten die Digital Humanities in den geisteswissenschaftlichen Fachcommunities. Einige dieser Initiativen werden hier aufgeführt.

Digital American Studies Initiative (DASI)

DASI versammelt innerhalb der Deutschen Gesellschaft für Amerikastudien (DGfA) Amerikanisten mit einem kritischen oder affirmativen Interesse für computergestützte Forschung und fördert den Austausch über Methoden, Werkzeuge, Standards und Kooperationen sowie die Auswirkungen der digitalen Wende auf das Fach.

Mehr Informationen zu dieser Initiative gibt es unter http://das.americanstudies.de/

AG Digitale Geschichtswissenschaft im Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands e.V.

Die AG wirkt darauf hin, die Potenziale der Digital Humanities für die Geschichtswissenschaft zu vermessen, zu nutzen und sichtbar zu machen. Dabei lässt sie sich primär von den Standards und Interessen des eigenen Faches leiten, bietet aber auch historisch arbeitenden Nachbardisziplinen ein Forum des Austausches und der wissenschaftlichen Verständigung.

Mehr Informationen zu dieser Initiative gibt es unter http://www.historikerverband.de/arbeitsgruppen/ag-digitale-gw.html

Arbeitskreis Digitale Kunstgeschichte

Der 2012 gegründete Arbeitskreis Digitale Kunstgeschichte will den
wissenschaftlich reflektierten Einsatz digitaler Methoden in der fachbezogenen Forschung, Ausbildung und Berufspraxis fördern und etablieren. Er arbeitet aktiv im Kontext der Digital Humanities und hier besonders in den Bereichen Wissensmanagement und Objektdokumentation (z.B. Semantic Web, Linked Open Data), Bildanalyse und -annotation, Visualisierung und Rekonstruktion.

Mehr Informationen zu dieser Initiative gibt es unter http://www.digitale-kunstgeschichte.de/wiki/

Initiative Digitale Musikwissenschaft

Die Initiative Digitale Musikwissenschaft wurde während der Leipziger Tagung der DHd 2016 gegründet. Im Rahmen der Jahrestagung der Gesellschaft für Musikforschung (GfM) im September 2017 soll die Aufnahme der Initiative als Fachgruppe dieses Verbands erfolgen. Das Spektrum der Initiative umfasst weite musikwissenschaftliche Arbeitsfelder rund um übergreifende, mit ›der‹ Digitalisierung zusammenhängende Fragestellungen. Inhaltlich stehen neben der Reflexion der facettenreichen Konsequenzen für unterschiedliche Bereiche der Musikwissenschaft vor allem die Nachhaltigkeit digitaler Forschungsarbeiten sowie die Langzeitverfügbarkeit von Daten und Präsentationsformen im Mittelpunkt. Um eine diskursive Anschlussfähigkeit und Zitierbarkeit bzw. Referenzierbarkeit zu gewährleisten, ist innerhalb der Disziplin eine Einigung auf einheitlich zu nutzende Formate von essentieller Bedeutung und soll von der Initiative angestoßen werden.

Sprecherin der Initiative ist z. Zt. Stefanie Acquavella Rauch, eine Mailingliste ist eingerichtet unter digmus@listserv.dfn.de, eine eigene Website wird mit der Aufnahme als Fachgruppe der GfM eingerichtet.

Arbeitsgruppe Digitale Romanistik

Ziel der AG „Digitale Romanistik“ im Deutschen Romanistenverband (DRV) ist es, die spezifische Perspektive der romanistischen Sprach-, Literatur-, Kultur- und Medienwissenschaften sowie der Fachdidaktik auf die Digitalisierung mit ihren Herausforderungen und Chancen sichtbar zu machen, die Bedürfnisse der Romanistik an digitale Datenbestände, Infrastrukturen, Ausbildungsmöglichkeiten, Förderstrategien und vieles mehr zu formulieren, sowie Ansprechpartner für KollegInnen zu sein, die weiterführende Informationen benötigen oder eine strategische Beratung suchen.

Mehr Informationen zu dieser Initiative gibt es unter http://www.deutscher-romanistenverband.de/der-drv/ag-digitale-romanistik/

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