Bamberg

Regional verankert, wissenschaftlich profiliert, international vernetzt: Die Universität Bamberg ist eine mittelgroße Universität mit einem klaren Profil in den Geistes- und Kulturwissenschaften, in den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften sowie den Humanwissenschaften, ergänzt durch anwendungsorientierte Informatiken. Interdisziplinäre Forschungsaktivitäten und vielfältig kombinierbare Studiengänge tragen zur Profilierung bei. Über ein dichtes Netz von Partnerschaften mit ausländischen Universitäten ermöglicht die Universität Bamberg ein international orientiertes Studieren und Forschen. 
Die 2001 errichtete Fakultät Wirtschaftsinformatik und Angewandte Informatik (WIAI) ist die jüngste Fakultät der Universität Bamberg. Sie besitzt einen im deutschsprachigen Raum bislang einmaligen interdisziplinären Zuschnitt, bei dem die Anwendung und Nutzung der Informatik im Vordergrund der Forschung und der Lehre steht. Neben der etablierten Wirtschaftsinformatik liegt der Schwerpunkt auf den Digital Humanities und damit auf der Nutzung der Informationstechnologie in den Geistes-, Kultur- und Humanwissenschaften. Das Profil ist auf der einen Seite geprägt durch die Schwerpunkte in der Angewandten Informatik (AI) in den Bereichen:
•  Kulturinformatik,
•  Medieninformatik,
•  Kognitive Systeme und
•  Mensch-Computer-Interaktion
Ebenso prägend wirken die adressierten Anwendungsgebiete von der Geschichte über die Sprach- und Literaturwissenschaften bis hin zur Kulturgutsicherung oder der Psychologie. Digital Humanities haben damit in Bamberg ihren Kristallisationspunkt in einer Fakultät, die als Fakultät aus der Informatik von Beginn an ihren Schwerpunkt auf die Anwendung der Methoden und Technologien gelegt hat.

Das Studienangebot

Das Studienangebot in Bamberg orientiert sich an diesen Anforderungen und reicht im Bachelor von einem Modul „Informatik für die Kulturwissenschaften“, das von Studierenden in geisteswissenschaftlichen Bachelorstudiengängen im Studium Generale besucht werden kann, über Nebenfächer in Angewandter Informatik mit 30 oder 45 ECTS-Punkten bis zu einem Bachelor-Studium in Angewandter Informatik. 
Als Masterstudiengang wird der spezielle Studiengang „Computing in the Humanities“ angeboten, der sich an Absolventinnen und Absolventen geistes-, kultur- und humanwissenschaftlicher Bachelorstudiengänge richtet und in drei Profilen studiert werden kann. Die Profile erlauben Studierenden ohne Vorkenntnisse in Informatik ebenso den Zugang wie solchen, die im Bachelorstudiengang bereits ein Nebenfach mit Informatik-Inhalten besucht haben. Die Studiengänge der Fakultät WIAI sind dabei sowohl in Vollzeit als auch in Teilzeit studierbar.

BA Angewandte Informatik (Nebenfach)

Das Bachelorstudium in den Geistes- und Kulturwissenschaften ist in der Regel als Mehr-Fach-Studium konzipiert. Der Gesamtumfang des Bachelorstudiengangs von 180 ECTSPunkten setzt sich aus einem Hauptfach mit 75 oder mehr ECTS-Punkten, einem weiteren Hauptfach oder Nebenfächern von 30 bzw. 45 ECTS-Punkten sowie einem Studium Generale von 18 ECTS-Punkten und der Bachelorarbeit mit 12 ECTS-Punkten zusammen.
Die Nebenfächer in Angewandter Informatik im Umfang von 30 und 45 ECTS-Punkten erlauben dabei Schwerpunktsetzungen in Kulturinformatik, Medieninformatik, Kognitiven Systemen sowie Mensch-Computer-Interaktion. Zum Bamberger Konzept gehört es, durch das Modulangebot in der Angewandten Informatik eine inhaltliche Abstimmung mit den anderen studierten Fächern zu erlauben. So bietet es sich an, bei einem sprachwissenschaftlichen Hauptfach ein Modul wie „Digitale Bibliotheken“ zu wählen, während sich in Kombination mit einem Geographiestudium das Modul „Geoinformationssysteme“ anbietet.

Kurzübersicht: 

Titel: Angewandte Informatik
Typ: BA-Nebenfach
Kombinatorik: In einem Mehrfach-Bachelor in den Geistes- und Kultur- oder Humanwissenschaften
Aufwand: 30 oder 45 ECTS
Dauer: 6 Semester
Studienbeginn: Sommer- oder Wintersemester
Schwerpunkte

  • Kulturinformatik
  • Medieninformatik
  • Kognitive Systeme
  • Mensch-Computer-Interaktion

Informationen: http://www.uni-bamberg.de/ai/studium
Voraussetzung: Keine besonderen Voraussetzungen
Besonderheiten: Das Nebenfach ist mit sehr vielen Hauptund anderen Nebenfächern kombinierbar. Die meisten Kombinationen können auch in Teilzeit studiert werden.

MSc Computing in the Humanities

Der in Deutschland einmalige Studiengang mit dem Abschluss eines Master of Science (MSc) richtet sich an Absolventinnen und Absolventen eines geistes-, kultur- oder humanwissenschaftlichen grundständigen Studiengangs. In speziellen  Einführungsveranstaltungen werden die Studierenden an die Themengebiete der Informatik und der Angewandten Informatik herangeführt, die im weiteren Verlauf des Studiums vertieft werden. Vorkenntnisse in Informatik sind daher nicht zwingend erforderlich. Wurden bereits entsprechende Kenntnisse erworben (z.B. im Rahmen eines Nebenfaches), können die vertiefenden Veranstaltungen früher besucht werden. Einen zentralen Bezugspunkt bilden in jedem Fall die im Bachelorstudium erworbenen Fachkenntnisse in den jeweiligen Anwendungsgebieten, die um Fachwissen in Informatik und Angewandter Informatik erweitert und so zu einem umfassenden Qualifikationsprofil in Digital Humanities ergänzt werden. Der Studiengang befähigt damit hervorragend zur Mitarbeit in interdisziplinären Digital Humanities Projekten.

Kurzübersicht: 

Titel: Computing in the Humanities
Typ: Konsekutiv verbreiternder, fachübergreifender Masterstudiengang
Kombinatorik: Ein-Fach-Master
Aufwand: 120 ECTS-Punkte
Dauer: 4 Semester
Studienbeginn: Sommer- oder Wintersemester
Schwerpunkte

  • Kulturinformatik
  • Medieninformatik
  • Kognitive Systeme
  • Mensch-Computer-Interaktion

Informationen: http://www.uni-bamberg.de/cith
Voraussetzung: Geistes-, kultur- oder humanwissenschaftlicher Bachelorabschluss mit der Gesamtnote „gut“ (2,5) oder besser
Besonderheiten: Der Studiengang richtet sich in drei Profilen an Studierende ohne Vorkenntnisse und auch an Studierende, die bereits ein Nebenfach im Bereich Digital Humanities absolviert haben. Der Studiengang kann in Vollzeit und in Teilzeit studiert werden.
 

Quellennachweis

Die voranstehenden Informationen sind mit freundlicher Genehmigung der Broschüre "Digitale Geisteswissenschaften" (2011) entnommen, hg. vom CCeH an der Universität zu Köln. Mit Beiträgen und unter Mitarbeit von Andreas Henrich, Bernd Deschauer (Bamberg), Maik Stührenberg (Bielefeld), Sabine Bartsch, Judith Eckle-Kohler, Iryna Gurevych, Ruth Reiche (Darmstadt), Günther Görz, Christian Götz (Erlangen), Harald Lüngen (Gießen / Mannheim), Maja Bärenfänger, Frank Binder (Gießen), Juan Garces (Göttingen), Johannes Stigler (Graz), John Nerbonne (Groningen), Jan Christoph Meister, Evelyn Gius (Hamburg), Rolf Großmann (Lüneburg), Vera Gehlen-Baum (Saarbrücken), Stephan Moser, Armin Volkmann, Fotis Jannidis (Würzburg).
Koordination und Redaktion der Broschüre: Patrick Sahle; Gestaltung: Johanna Puhl und Lisa Rau.
Die Erstellung der Broschüre erfolgte im Rahmen des BMBF-Projekts DARIAH-DE (Förderkennzeichen 01UG1110A bis M). Die Broschüre ist auch im elektronischen Format erhältlich; verwenden Sie dazu bitte den Downloadbereich oben rechts.
 

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Feldkirchenstraße 21
96052 Bamberg
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Abschlussarten: 
B.A.
M.A.
M.Sc.

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