Bibliotheca legum. Eine Handschriftendatenbank zum weltlichen Recht im Frankenreich

Das Ziel der Bibliotheca legum ist es, einen Überblick über die handschriftliche Produktion weltlichen Rechts in der Karolingerzeit zu geben. Die Bibliotheca präsentiert Beschreibungen (nach TEI P5) aller Handschriften, die weltliche Rechtstexte (leges) enthalten sowie weitere kontextualisierende Materialien.

Projektinhalt

Die seit 2012 entstehende Datenbank nimmt die handschriftliche Überlieferung des weltlichen Rechts im Früh- und Hochmittelalter in den Blick. Unter weltlichem Recht werden dabei sowohl das römische Recht als auch die germanischen Volksrechte, die sog. leges barbarorum, verstanden. Durch die genaue Erfassung aller relevanten Textzeugen, ihrer Produktion und Verbreitung ist es möglich, Rückschlüsse auf das damalige Rechtswissen zu ziehen.
 
Die Bibliotheca legum bietet auch einen umfassenden Überblick über die Überlieferung und damit Rezeption des römischen Rechts im frühen Mittelalter – ein Gebiet, welches bisher in der Forschung nur relativ wenig Beachtung gefunden hat. Damit leistet das Projekt einen aktiven Beitrag zur rechtsgeschichtlichen Forschung.
Zu den momentan fast 330 erfassten Textzeugen sind Informationen zu Datierung, Entstehungsort, Provenienz, äußerer Beschreibung, Inhalt, Literatur und vor allem zu im Internet frei zugänglichen Ressourcen wie Digitalisaten (z.B. aus Europeana regia, Gallica oder der Bayerischen Staatsbibliothek München) und Katalogeinträgen (z.B. Manuscripta Mediaevalia) verfügbar. Das Projekt ist somit konzeptionell als Portal angelegt, welches nicht nur selbst umfassende Informationen bietet, sondern auch vorhandene Ressourcen miteinander vernetzt. Für das Projekt wurden sowohl die einschlägigen Editionen der Rechtstexte als auch ältere und insbesondere neuere und neueste Forschungsliteratur systematisch ausgewertet. Zur Textauszeichnung wurde der TEI P5 Standard verwendet.
Die Webpräsenz ist mittlerweile an anerkanntes Hilfsmittel, welches vom Fachpublikum aktiv genutzt wird. Insbesondere die kontextualisierenden Informationen wie auch die umfassende Bibliographie erleichtern auch Studierenden oder interessierten Laien den Zugang zu diesem Forschungsbereich. Das Projekt war ursprünglich als rein lehrstuhlinterne Datensammlung gedacht und hat bisher keinerlei Förderung erhalten.

Projekt-Mitarbeiter

Prof. Dr. Karl Ubl; Dominik Trump, M.A.; Daniela Schulz
 

Erfahren Sie mehr auf

http://www.leges.uni-koeln.de

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